Ingenieurbüro Dr.-Ing. Winfried Kahle Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen
Ingenieurbüro Dr.-Ing. Winfried KahleArbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen

Unsere Leistungsbereiche

Unser Büro deckt mit dem entsprechenden Wissen ein breites Spektrum an Tätigkeitsbereichen des Ingenieurwesens ab. Mit unserem technischen und wirtschaftlichen Know-how erstellen wir Ihnen dabei ein individuell abgestimmtes Sicherheitskonzept.

1. Sicherheits- und Gesundheitskoordination

 

Dr.-Ing. Winfried Kahle

 

 

Der Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (SiGeKo)

nach RAB 30, Anlagen B & C

 

ist auf allen größeren Baustellen vom Bauherrn zu bestellen, wenn mehrere Arbeitgeber auf einer Baustelle gleichzeitig tätig werden.

 

Ausgehend vom europäischen Gemeinschaftsrecht, bildet in Deutschland das Arbeitsschutzgesetz die Rechtsgrundlage. Aus dem Arbeitsschutzgesetz leiten sich die einschlägigen Verordnungen, wie die Arbeitsstättenverordnung und die Betriebssicherheitsverordnung und nachfolgend die Richtlinien, wie die Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen (RAB) ab.

 

Der Bauherr hat grundsätzlich die Verantwortung für die

 

Arbeitssicherheit  auf seiner Baustelle.

 

Er kann diese Verantwortung

-       selbst wahrnehmen (macht nur Sinn bei vorhandener Sach- und Fachkunde!),

-       an geeignete Dritte übertragen oder

-       einen SiGeKo zu seiner Beratung beauftragen.

Dringend wird empfohlen, den SiGeKo bereits in der Planungsphase des Architekten einzuschalten. – Warum? Damit die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen bereits bei der Planung der Bauabläufe und bei der Erstellung der Leistungsverzeichnisse für die Vergabe der Einzelaufträge Berücksichtigung finden.

 

Welches sind die Regelaufgaben des SiGeKo?

 

  1. Erstellen einer Vorankündigung (Meldung) an das zuständige Gewerbeaufsichtsamt

 

  1. Erstellung eines schriftlichen Sicherheits- und Gesundheitsplans, der die Bauabläufe, den Einsatz geprüfter und zugelassener Geräte, Maschinen, Arbeitsbühnen und besonders gefährliche Arbeiten betrifft.

 

  1. Die Beaufsichtigung der Arbeitsschutzmaßnahmen für die vorhandenen Arbeitnehmer auf der Baustelle.

 

  1. Bei Einbau sicherheitstechnischer Einrichtungen und überwachungspflichtiger Anlagen (bspw. Aufzüge): Die Erstellung einer Unterlage (Sicherheitshinweise für die Instandsetzung) für die Abschlussdokumentation der Baumaßnahme

 

 

Facit: Der Sicherheits- und Gesundheitskoordinator ist für den

 

Bauherrn ein ebenso wichtiger Berater wie der Architekt!

 

(Die RAB werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Bundesarbeitsblatt (BArbBl.) bekannt gegeben.)

2. Arbeitsschutz in kontaminierten Bereichen

 

Dr.-Ing. Winfried Kahle

 

 

Die Berufsgenossenschaftliche Regel 128 (BGR 128)

dient der Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten der Beschäftigten der Mitgliedsunternehmen der Berufsgenossenschaft Bau (http://www.hvbg.de/d/pages).

 

Die BGR 128 findet u. a. Anwendung:

 

-       bei Bau- und Abbrucharbeiten auf industriell oder gewerblich (auch ehemals) genutztem Gelände, auf dem mit bekannten oder unbekannten Schadstoffen zu rechnen ist.

-       bei der Sanierung von Böden und Gewässern, die durch Gefahrstoffe kontaminiert sind.

-       bei Brandschadensanierungen.

-       bei der Sanierung von baulichen Anlagen, die durch biologische Schadstoffe belastet sind (z. B. Schimmel).

-       bei der Sanierung von Gebäudeschadstoffen (PCB, PAK (bspw. in Klebstoffen und Teer), Holzschutzmitteln, …).

-       bei allen Arbeiten an Deponiekörpern (nicht bei der Ablagerung von Abfällen).

 

Grundsätzlich ist der Bauherr (Auftraggeber) verantwortlich,

 

-       dass Arbeiten in kontaminierten Bereichen entsprechend der BGR 128 und nach den jeweils gültigen und allgemein anerkannten Regeln der Technik durchgeführt werden. Abweichungen sind zulässig, wenn die gleiche Sicherheit auf andere Weise gewährleistet wird.

-       dass Aufträge für Arbeiten in kontaminierten Bereichen nur an Auftragnehmer vergeben werden, die Ihre fachliche Eignung und Qualifikation nachweisen.

-       dass ein baustellenbezogener Arbeits- und Sicherheitsplan erstellt wird.

 

Dieses alles kann der Bauherr nicht leisten, es sei denn, er verfügt selbst über die erforderliche Sachkunde. Daher muss der Bauherr einen sachkundigen Koordinator schriftlich bestellen. Dieser ist in Bezug auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz mit Weisungsbefugnis gegenüber allen Auftragnehmern und deren Beschäftigten auf der Baustelle auszustatten.

 

Der Arbeitsschutz-Koordinator nach BGR 128 ist der Berater des Bauherrn.

 

-       Er erstellt den baustellenbezogenen Arbeits- und Sicherheitsplan. Dieser basiert auf einer Gefahrenanalyse und Gefahrstoffermittlung mit Gefährdungsabschätzung (Grad der Exposition). Daraus ergeben sich die Anforderungen an zu ergreifende technische und personenbezogene Schutzmaßnahmen und ggf. Vorgaben für die messtechnische Überwachung.

-       Er setzt die Schutzziele bei den Auftragnehmern durch und weist deren Beschäftigten ein.

-       Er stimmt die zeitliche Abfolge der Arbeiten der Einzelgewerke ab.

-       Er überwacht während der Arbeiten die Beachtung der Betriebsanweisungen und das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung.

-       Alle Festlegungen und Vorkommnisse werden protokolliert.

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